Amboseli

Der Kilimanjaro ist mit 5895 Metern Afrikas höchster Berg und wegen seiner Vulkanform wohl auch einer der schönsten. Die Masai verehren ihn als magischen Ort, an dem die Götter wohnen. Auf tansanischer Seite machen sich täglich hunderte Bergsteiger auf, um den ‚Kili‘ im gleichnamigen Kilimanjaro Nationalpark zu erklimmen. Der Gipfel liegt zwar in Tansania, aber wohl nirgendwo hat man einen schöneren Blick auf das „Dach Afrikas“ als vom südkenianischen Amboseli Nationalpark. Amboseli ist normalerweise ein sehr trockenes Gebiet (em posel bedeutet in der Sprache der Masai so viel wie „salziger Staub“). Jetzt im April gibt es hier jedoch reichlich Wasser mit ausgedehnten Sumpfgebieten und der Park bietet praktisch die Garantie, Elefanten zu sehen.

Der Kili ist jedoch eine launische Diva und hüllt sich oft genug in Wolken, so dass man am Fusse des Berges niemals vermuten würde, was fuer ein Riese sich hier verbirgt. Ausserdem beschränkt sich das Schneevorkommen heutzutage meist nur noch auf ein kleines Restfeld auf dem Gipfel des Uhuru Peak. Die Eiskappe ist im letzten Jahrhundert um 85 % geschmolzen, was angeblich eher mit einem trockeneren regionalen Klima zu tun hat als mit globaler Klimaerwärmung. Aber nachts schneit es auf dem Kili und „Seine Majestaet“ zeigt sich in voller Pracht, weshalb unser Frühstück auf der Kimana Campsite etwas länger dauert als gewöhnlich.

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