Luangwa

Luangwa

Von Lusaka aus ist es ein langer Ritt bis ins Luangwa Valley. Aber die Great East Road ist eine der besten Straßen des Landes. In Chipata biegen wir jedoch auf eine üble Piste ab, die mit Schlaglöchern übersät ist, die das Chassis gefühlt allein weiterfahren lassen. Wir verlieren deutlich an Höhe und bei der Abfahrt ins Valley steigt die Temperatur. An den schlimmsten Schlaglöchern haben sich fliegende Händler positioniert und verkaufen Flipflops, Fisch und Sonnenschirme. Zum ersten Mal auf unserer Reise ist es richtig heiß und im Landy staubt’s so sehr, dass wir aussehen wie die Eulen, wenn wir die Sonnenbrillen abnehmen.

Irgendwann stehen wir am Luangwa, diesem Urbild von einem Fluss. Nirgendwo tief, aber an einigen Stellen hunderte Meter breit. Nirgendwo gestaut oder vom Menschen begradigt. Mittendrin Baumskelette, die der Fluss in der Regenzeit mitgerissen hat. Jenseits der Ufer hat der Fluss Lagunen gebildet, an deren Ufer Leberwurst- und Anabäume wachsen, die Elefanten anlocken. Paviane tummeln sich an der Uferböschung. Hippos grunzen, Crocs sonnen sich und die Sonne geht wegen der Buschfeuer als roter Ball unter.

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