Busanga Plains

Busanga Plains

Mwuli bwanji Sambia! Von Kalomo fahren wir über Dumdumwezi und Itetzi Tetzi nach Bongololo. Wir üben noch ein wenig die Aussprache, aber Nyanja hat auf jeden Fall das Potenzial, unsere neue Lieblingssprache zu werden :-).

Wir durchqueren auf unserer Fahrt den Kafue Nationalpark von Süden nach Norden. Kafue ist mit 22.400 m² der größte und älteste Nationalpark Sambias und bietet mit Miombowäldern, offenen Graslandschaften, riesigen Granitfelsen sowie seinen Flüssen und Seen ganz unterschiedliche Landschaften. Dementsprechend vielseitig ist die Tierwelt, die in der Vergangenheit jedoch stark durch Wilderei dezimiert wurde. Erst seit den späten 2000er-Jahren und spätestens seitdem die NGO African Parks den Nationalpark verwaltet, erholen sich die Populationen langsam. So kann man stundenlang durch den Kafue fahren und nur ein scheues Impala oder Puku zu Gesicht bekommen, aber an anderer Stelle innerhalb von Minuten plötzlich Hunderte Antilopen auf engstem Raum beobachten.

„An anderer Stelle“ meint hier die Busanga Plains im hohen Norden des Kafue. Die Busanga Plains sind eine saisonale Überflutungsebene, die in der Regenzeit kniehoch unter Wasser steht und jetzt in der Trockenzeit nur langsam abtrocknet. Um sich vorzustellen wie abgelegen die Busanga Plains sind, hilft vielleicht, dass wir auf 1000 Kilometern Strecke nicht ansatzweise in die Nähe einer Tankstelle gelangen (Danke an Greg und Miranda, die uns ein paar Liter Diesel aus ihrem Truck abzapfen!). Eine Fahrt in die Busanga Plains ist beschwerlich. Das Gebiet ist unwegsam, Tsetsefliegen fressen einen auf, der Rauch der Buschfeuer zu dieser Jahreszeit verschleiert einem die Sicht und die Piste besteht größtenteils aus Black Cotton Soil, einem Bodenbelag, der sich in der Regenzeit wie Kleber um die Reifen legt und in der Trockenzeit zu feinstem Puder pulverisiert, das bis in den Bauchnabel kriecht. Manchmal sind die Pisten so ruppig und ausgewaschen, dass der Landy selbst im Standgas über die Piste hoppelt.

Hinzu kommt, dass es in den Busanga Plains für uns keine Stelle zum Übernachten gibt. Wildcamping ist im Nationalpark verboten und die nächste Campsite liegt 50 Kilometer südlich der Plains. Also brechen wir jeden Morgen eine gute Stunde vor Sonnenaufgang von der Bongololo Campsite auf, um so früh wie möglich in den Busanga Plains zu sein. Dort gibt es Nebel und endlose Weite zum Sonnenaufgang. Hier haben Tsetsefliege und Black Cotton Soil die Tierwelt über Jahrzehnte vor Wilderei geschützt: Oribis, Lechwes und Roanantilopen gibt es jedenfalls im Überfluss und selten haben wir in fünf Tagen so viele Löwenrudel gesehen...

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