Kubu Island

Written by Tobi. Posted in Alle, Botswana

Botswana ist unglaublich dünn besiedelt (nur 1,6 Mio Menschen bei einer Fläche, die in etwa der Größe Frankreichs entspricht) und alles, was wir auf der etwas eintönigen Strecke von der simbabwischen Grenze bis Nata zu Gesicht bekommen, ist eine Hand voll Autos und jede Menge Esel (vorzugsweise in Seelenruhe mitten auf der Fahrbahn). Von Nata aus fahren  wir weiter nach Kubu Island. Der Weg nach Kubu soll eigentlich recht leicht zu finden sein, aber irgendwie kommen wir immer wieder an einem anderen Viehkraal aus. Dass unser Setswana recht bescheiden ist,  hilft genau so wenig, wie die Tatsache, dass die Kleinbauern auf unsere Frage: „Kubu?“ jeweils in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Das GPS (wir haben immer noch kein neues!) zeigt aber wenigstens die Fahrtrichtung an und so schaffen wir es dann irgendwie doch.

Kubu Island (1 km lang und rund 20 Meter hoch) ist keine wirkliche Insel, war aber mal eine und liegt mitten im ehemaligen Makgadikgadisee, der vor vielen Jahrhunderten ausgetrocknet ist und nur riesige Salzpfannen übrig gelassen hat. Wie die knorrigen Baobabbäume (die meisten einige 100 Jahre alt) hier überleben können, versteht man nicht, aber sie machen das skurrile Landschaftsbild komplett. Unsere Erlebnisse auf Kubu sind jedoch sehr unterschiedlicher Natur. Kubu ist bestimmt einer der atmosphärischsten Orte, an dem wir bisher waren, kilometerweit entfernt von jeglicher Zivilisation und manchmal ist es schon fast unheimlich still. Sonnenauf- und –untergang sind hier echte Spektakel und nachts fühlt man sich wie im Raumschiff, wenn man (ohne Überzelt) auf den Sternenhimmel guckt. Hier ist man wirklich im Nichts!

Allerdings ist Oktober wahrscheinlich nicht der beste Monat für einen Besuch. Man hat zwar gegen Ende der Trockenzeit das geringste Risiko mit seinem Auto in der Sua Pan stecken zu bleiben (bei Regen wird hier schon mal gerne das eine oder andere Auto verschluckt), aber Hitze ist für das, was wir hier erleben, nicht mehr der richtige Ausdruck. Wir haben kein Thermometer dabei und wollen nicht uebertreiben, aber zwischen 10 Uhr morgens und 4 Uhr nachmittags ist es schlichtweg nicht auszuhalten und jeder Gang aus dem Schatten zum Kühlschrank des Landys (Wasser!!!) wird zur Tortur. Dazu kommt eine Invasion von Mopanefliegen, die zwar nicht stechen, aber von Schweiss angezogen werden (und davon haben wir genug zu bieten!) und einem immer schön um die Augenbrauen und die Mundwinkel herumschwirren. Abends hat man trotz Sonnenbrille krebsrote Augen vom Wind und der flimmernden Salzpfanne und trotzdem würden wir immer wieder hier hinfahren! Dann aber zu einer anderen Jahreszeit oder im klimatisierten Wohnwagen :-)!

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Kommentare (4)

  • Comandante

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    Wow das hört sich toll an, ich war erst einmal so richtig in der Wüste und fand diese Stille auch bemerkenswert, weil man in Deutschland diese Stille nie kennenlernen kann.

    Hier gibts aber auch riesige Schmeißfliegen…der Weiner ist so einer…hat die Drecksau uns doch verpfiffen stell Dir das vor Tobi.

    BTW: Deine Fotos sind wirklich ne Wucht!

    Leeven Jroß von Claudi & Stephan

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  • Katharina

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    Hey Lena, rück doch endlich Deine Netzstrümpfe raus… zieh sie über Tobis Schirmmütze und ab gehts durch die Salzpfanne ohne Moflies in den Gesichtsöffnungen.

    Ganz liebe Grüsse aus Bremen im Nebel

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  • Axel

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    nananana, Tobi!!!! Jetzt ma nit zum Pauschali mutieren!!!! Wat sind denn schon ein paar Grad über 20, die haben wir hier in Kölle grad auch!!!! Und Schmeißfliegen drehen sich auch um mich…..

    :-)

    Fühlt euch gedrück, müssen bald wieder skypen!!!! Vermissen euch

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    • Tobi

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      ..und guck, dass Du die Kamera flott kriegst :-)!!!

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